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Ministerielle Zensur eines Kunstprojektes?
An Wir haben erfahren, dass ein geplantes kunstpolitisches Projekt der Künstlerinnen Carla Knapp und Angela Zwettler "hellwach –bei Gewalt an Frauen" im Rahmen der internationalen Tagung "10 Jahre österreichische Gewaltschutzgesetze" kurz vor Beginn der Tagung von Ihrem Ressort untersagt wurde.
Zitat der Künstlerinnen: "Zwei Arbeiten (Bild und Text) wurden als "nicht ministrabel" eingestuft. Nach dieser Ablehnung forderte das Ministerbüro Bures unsere Glückskeks-Texte an. Auch sie wurden zur Gänze abgelehnt."
Wir ersuchen um Mitteilung, wieso eine künstlerische Installation, die eine abstrakt dargestellte wehrhafte Frau zeigt, sowie der dazugehörende Text: "Viele Frauen und Mädchen sitzen zu Hause in der Falle. Vergewaltiger wir kriegen dich!" verboten wird? Ebenso fragen wir, wieso das Bundesministerium für Frauen die künstlerische Darstellung einer kräftigen muslimischen Frau vor dem Hintergrund einer österreichischen Kleinstadt sowie den Text: "Wir fordern einen autonomen Aufenthaltsstatus für Migrantinnen! Sie sind sonst rechtlos der Gewalt durch den Ehemann ausgesetzt." untersagt?
Zehn Jahre Gewaltschutzgesetz sind ein Grund zu feiern. Künstlerische Auseinandersetzungen zur Thematik Gewalt an Frauen sind ein wichtiges Mittel, gesellschaftliche Veränderungen, mit denen Frauen nicht mehr auf Objekt- und Opferrolle festlegt werden, zu transportieren.
"Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit"
Mit besorgten Grüßen
Dieser Anfrage schließt sich Anneliese Erdemgil-Brandstätter an.
___________________ AUF EINE FRAUENZEITSCHRIFT und AUF INFO |
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