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EINE FRAUENZEITSCHRIFT | |
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AUF 145 – "AUFkochen"Inhalt - Übersicht Editorial – Liebe Frauen!
Die Ausgabe Nr. 145 von AUF–Eine Frauenzeitschrift ist erschienen. "AUFkochen, dieser weiblichen Kulturtechnik, widmen wir uns mit einer Vielzahl von Beiträgen – Nahrung: aus dem Müll oder Bio? Verweigerung oder Hunger? Magenfreuden oder Magenleiden? Das Erfahrungskochbuch der Frauen bietet Appetitanregendes, ist leicht oder schwer verdaulich oder bleibt einer im Halse stecken. Die Fotos beinhalten alles zu diesem Thema und entstanden im Rahmen eines Jagdfischens durch Container. Carina Nekolnys Gretl schwingt den Kochlöffel nicht, um den Kasperl einzukochen. Eva Geber und Monika Heuss setzen beim Dumpster Diving die Kamera an Stelle der Harpune ein. Erstaunlich und empörend zugleich, als sie nach einer Viertelstunde Containern die Menge eines Familiengroßeinkaufs an essbaren Produkten gesammelt hatten. Ernährerin seit Menschengedenken – Eva Geber rast durch zehntausende Jahre weiblicher Kochgeschichte. Der Frage nach dem Zusammenhang von Geschlecht und Ernährung gehen Bente Knoll und Elke Szalai in ihrer Studie nach. Mehrere Beiträge widmen sich Essstörungen, die vorwiegend ein weibliches Problem darstellen. Christine Bischof berät bei Essstörungen im FEM, von der Hilflosigkeit gegenüber dem komplexen Problem Magersucht berichtet Christiana Zöchling und von der Wechselwirkung zwischen Kränkung und Dickwerden Monika Gruber. Twiggy hat es übrigens geschafft: Sie hat die Magersucht überlebt, ist jetzt 60 und sieht aus, wie eine gutaussehende Frau von 60. Nämlich ein bisserl rund. Das kann sie nicht ohne Essen geschafft haben. Es gibt also noch Hoffnung. Vom inneren zum äußeren Zwang, der Familie um zwölf die Suppe auf den Tisch zu stellen, erzählt Monika Gruber, die uns außerdem mit dem berührenden Text "Schlachttag" vegetarisch einstimmt. Karin Okonkwo–Klampfer schildert die esskulturellen Unterschiede zwischen Nigeria und Österreich. Mit der Rezension eines Kochbuchs über arabische Kochkultur macht uns Barbara Kadletz den Mund wässrig. Vlatka Frketic analysiert die Regionalismen, Nationalismen, Ehre, Stolz und Vorurteile im Umgang mit Speisen. Um den Hunger in Brasilien geht es in einem Beitrag von Roberta Rastl–Kircher und um den Versuch einer Lösung durch staatliche Förderung von Frauenkooperativen. Dass uns nicht nur vom Essen übel werden kann, sondern auch aus Empörung, beschreibt Aneta Hristova. Als überraschenden Nachtisch lässt Marlene Streeruwitz ihre Heldin vor Wut kochen.
35 Jahre AUF
Nächstes AUF–Heft– Nr.146: Kauffaule Grüße
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